Die Sekundarstufe
In der Sekundarstufe sind uns ab der 7. Klasse Jugendliche in einer schwierigen Umbruchphase anvertraut. Sie sind im Übergang von der Mentalität des Kindes, das innerhalb der Familie lebt, zur Mentalität des Erwachsenen, der in der Gesellschaft lebt.
Als Entwicklungsaufgabe steht also im Vordergrund, ein Gefühl für die Gesellschaft zu entwickeln und den eigenen Platz darin zu finden. Zu keiner anderen Zeit seines Lebens ist der Mensch so stark mit moralischen Werten und Fragen beschäftigt.
Im Mittelpunkt steht das Lernen in Zusammenhängen. Dies geschieht durch Epochen, Jahresthemen und Projekte, bei deren Auswahl und Gestaltung die Jugendlichen zunehmend miteinbezogen werden und Verantwortung übernehmen. So können unsere SchülerInnen in der Schülermitverwaltung und bei Vollversammlungen das Schulleben mitgestalten, Verbindlichkeit und Übernahme von Verantwortung lernen.
Die vorbereitete Umgebung wird verstärkt auf das eigenverantwortliche Arbeiten ausgerichtet. Die Jugendlichen werden sowohl in die Planung des Lernens, als auch in die Gestaltung von Lernkontrollen einbezogen. Ganz wesentliche Elemente bilden die Dokumentation, die Selbstkontrolle und die Reflektion ihrer Arbeit. Die Jugendlichen führen dazu ein Studienbuch.
In der Sekundarstufe arbeiten wir, ebenso wie in der Grundschule, integrativ, denn Schüler mit besonderen Einschränkungen setzen ihre Schullaufbahn an der MONTESSORI Schule fort. In der Pubertät muss dabei besonders beobachtet werden, ob im Einzelfall der schulische Rahmen noch passt. Für Jugendliche mit Behinderungen muss frühzeitig der Beratungsprozess beginnen, welche Wege ihnen nach Erfüllung der Schulpflicht offen stehen. Es ist sinnvoll, bereits ab der 7. Klasse regelmäßige Beratungsgespräche mit dem Klassenlehrer, den Berufsberatern bzw. in Frage kommenden Fördereinrichtungen zu vereinbaren.

