Kosmische Erziehung
Die Kosmische Erziehung ist in der Montessori-Pädagogik der Rahmen für die Entwicklungsphase späte Kindheit.
Montessori geht davon aus, dass Kinder im Alter zwischen 6 und 12 Jahren sich als Teil der großen Ordnung erfahren wollen - und das auch müssen, um sich positiv zu entwickeln: Wir führen die Kinder in dieser Zeit ein in die „großen Zusammenhänge”, indem wir Geschichten erzählen, denn das Kind kann sich jetzt mit seiner Imagination in die verschiedensten Zeiten und Gegenden versetzen: Wie ist unsere Erde entstanden, wie entstehen und vergehen Galaxien, welche Planeten kreisen mit der Erde um die Sonne? Wie ist das Leben auf der Erde entstanden, wie entwickelten sich die ersten Pflanzen und wie die Tiere? Wie kam der Mensch auf die Erde? Und wie hat er nach und nach die Mathematik entwickelt oder die Schrift?
Es geht darum, die Imagination der Kinder zu wecken und ihnen eine Vision von der Ordnung der Dinge zu vermitteln, ihnen die Wechselbeziehungen der Dinge auf dieser Welt deutlich zu machen. Aus diesen großen Zusammenhängen ergeben sich unterschiedlichste Fragen, die untersucht werden können - Fragen der Biologie, der Chemie, der Mathematik, der Grammatik, der Astronomie zum Beispiel.
Die Kosmische Erziehung gibt den Kindern im Schulalter einen ernsthaften Grund dafür, zu forschen und sich weitere Erkenntnisse zu erobern, und auch dafür, sich nun selber in der Schrift, im Lesen und im Rechnen zu üben, die in unserer Kultur einen wichtigen Stellenwert haben.
